Das Kloster Doberan ist eine Tochtergründung der Zisterzienserabtei Amelungsborn aus der Linie Morimond und wurde auf Veranlassung von Bischof Berno im Jahre 1171 in Althof durch den Obotritenfürst Pribislav gegründet.
Bereits 1179 wurde diese Gründung zerstört, 78 Brüder verlieren ihr Leben. 1186 wird das Kloster erneut gegründet, jetzt durch den Neffen Pribislavs, Nikolaus von Rostock, jedoch nicht in Althof, sondern an heutiger Stelle.
Das Kloster wird rasch zu einem geistlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Schwerpunkt in Mecklenburg, besonders für den Norden des Landes, und erlangt wesentlichen Einfluss.
Alles Leben im Kloster wird von der Benedict-Regel geprägt: ORA ET LABORA (bete und arbeite). Gottesdienst und Gebet regeln den Tag. Das Herz des Klosters ist das »Oratorium«, die Kirche.
Zum »Organismus Kloster« gehört eine Reihe lebenswichtiger Funktionen. Die Haupttätigkeit liegt in der Landwirtschaft. Stallungen, Äcker, Weiden bilden die Arbeitsbereiche der Konversen, der Laienbrüder, etwa 120 erfahrene Männer. Fischerei, Imkerei, Handwerk aller Art, zeitweise sogar Glockenguss, ja Handel und Versorgung, Verwaltung, Gäste- und Krankenbetreuung, Mühlenbetrieb mit Brauen und Backen und umfangreiche Bautätigkeit kommen hinzu. Bis weit in den Osten werden Ländereien erworben. Stadthöfe werden errichtet, Mühlen und Salzpfannen betrieben. Umfangreicher Handel bedeutet auch Reisetätigkeit. Das Kloster wird visitiert und visitiert seinerseits die Tochtergründungen in Dargun und Pelplin.
Bedingt durch den Niedergang des Klosters und die Entwicklung nach der Reformation wird das Kloster 1552 aufgelöst. Die Gebäude verkommen zu Steinbrüchen.

Das Münster



Die Abteikirche Doberan ist eines der bedeutendsten Werke der Hochgotik, ausgeführt in Backstein. Französischer Einfluss kommt hier unmittelbar zur Wirkung. Die Kirche ist eine mit Kreuzrippen gewölbte dreischiffige Basilika mit zweischiffigem Querhaus, dessen Gesamtgewölbe von je einem schlanken Zentralpfeiler getragen werden. Reste des romanischen Vorgängerbaues sind in den um Ende des 13. Jh. begonnenen und 1368 geweihten Neubau einbezogen. Die einzigartige Architektur und die überaus reiche Ausstattung machen das Münster zu einem Gesamtkunstwerk, errichtet zum Lobe Gottes. Der Hochaltar (1310), der zweiseitige Kreuzaltar des Meisters Bertram von Minden (ca. 1370), ein Mühlenaltar und weitere Retabeln und Tafeln, die Reliefschnitzerei des erhaltenen Gestühls, eindrucksvolle Grabtafeln, der Schmuck der Pfeiler, Konsolen und des Triforiums, die Fenster - alles bezeugt den Glauben der Schöpfer und steht im Dienst der Anbetung und Verkündigung.

Historische Ansicht 

 

Nordansicht 

 

Ostansicht 

 

Südansicht 

 

Westansicht 

 

23.4.2012 – Neue Glocken für das Münster 

 

23.4.2012 – Neue Glocken für das Münster 

 

Tel 038203 62843   |   info@klosterverein-doberan.de