Klostermarkt Doberan am 8./9. Juni

Bad Doberan. Nach dem großen Erfolg mit dem ersten Klostermarkt vor zwei Jahren und anlässlich des Jubiläums „825 Jahre Kloster Doberan“ veranstaltet der Verein der Freunde und Förderer des Klosters Doberan in diesem Sommer den zweiten Klostermarkt am 8./9. Juni. Das soll der Beginn eines traditionellen Marktes unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Torsten Semrau in der alten Klosteranlage werden, die eines der großen baugeschichtlichen Denkmäler im Norden Deutschlands darstellt. Nicht oft genug kann unterstrichen werden, dass das mittelalterliche Münster mit der hochgotischen und originalen Innenausstattung seinesgleichen sucht und auf die Anerkennung als Weltkulturerbe hofft. Dazu können die Aktivitäten der mit dem Kloster verbundenen Vereine und der Stadt selbst einen wichtigen Beitrag leisten. Die Organisation des diesjährigen klösterlichen Markttreibens liegt in den Händen des Klostervereins, der anschaulich darin möchte, wie Klöster im Mittelalter ganze Regionen durch Landwirtschaft und Handwerk kultivierten. Auf dem Klostermarkt rings um das Wirtschaftsgebäude werden rund 30 Handwerker und Kunsthandwerker vertreten sein, darunter Holzschnitzer, Drucker, Drechsler, Korbflechter, Schnitzer, Schmied und Seiler, Weber, Schmuckgestalter, Gärtner, Vedutenmaler und Hutmacher. Wiederum dabei ist auch eine Staudengärtnerei.
Hinzu kommt eine breite gastronomische Versorgung mit Fladenbäcker, Bio-Imbiss, mit Taverne, Wildfleischhandel und den Ständen des Klosters Marienthal mit eigenen Produkten und von Sternekoch Tillman Hahn. Dazu werden Puppen- und Kinderspiele geboten, und auf der Drehleier erklingen alte Lieder.
Klostermärkte sind in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen, in ganz Deutschland wie etwa in Walkenried oder Metten, aber gleichwohl in Mecklenburg wie in Rühn oder Rehna, und es wird dadurch ein Stück längst vergangener Geschichte zu neuem Leben erweckt, wenngleich die Klostermärkte im Mittelalter eine etwas andere Bedeutung besaßen. Das Kloster Doberan beispielsweise kannte einen solchen Markt am eigenen Ort nicht. Es war vielmehr in den benachbarten Hansestädten Rostock, Wismar und Lübeck durch seine eigenen Wirtschaftshöfe vertreten, um hier vor internationalen Kaufleuten und Händlern aus dem Ostseeraum seine eigenen Erzeugnisse aus Ackerbau, Viehwirtschaft, Fischerei und Handwerk zu veräußern.
Wer den Klostermarkt besucht, sollte es nicht versäumen, den von Vereinsmitgliedern angelegten und gepflegten Klostergarten am Kornhaus zu besuchen, um sich an der Vielfalt der Kräuter zu erfreuen oder einen Abstecher in das Wirtschaftsgebäude zu machen. Hier gibt es mehrere Ausstellungen, unter anderem sind auf 40 großformatigen Tafeln die „Klosterstätten in Mecklenburg-Vorpommern“ und auf 20 Tafeln „Leben, Glauben und Wirken der Zisterzienser“ zu sehen. P.G.

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