Ein Fülle von Ausstellungen vermitteln interessante Einblicke in das Leben der Mönche und die Geschichte der Klöster in MV

Der Klosterverein Doberan hat in den vergangenen Jahren mit dem Aufbau eines breit angelegten Ausstellungsprogrammes begonnen, das nun vorerst abgeschlossen wurde. Wie die meisten Konzeptionen wurde auch die für die letzte Exposition mit dem Thema MÜNSTER durch den früheren Vorsitzenden des Klostervereins, Pastor i.R. Günter Rein, entwickelt und vollendet; in Verbindung mit der gestalterischen Unterstützung durch Prof. Grosche (Bad Doberan).

Die Ausstellung MÜNSTER zeigt auf 32 Tafeln das Kloster Doberan, seine Entstehung, die Anlagen und Bauten und natürlich das Münster mit seiner hochgotischen Ausstattung (Welterbeantrag).“ Es ist die erste und bisher einzige Information in dieser Form, die Besuchern einen Überblick und eine Anleitung zum Kennenlernen des Klosters bietet“, so Günter Rein. Damit werden die Bemühungen des Vereins abgeschlossen, in vorläufiger Ausstellungsform Hintergründe und Zuzsammenhänge deutlich zu machen, die Zugang gewähren zur geistlichen und geistigen Welt der Zisterzienser und ihrer Wirkungen bis in die Gegenwart. Die Bilderreihe MÜNSTER ist gegenwärtig im Wirtschaftsgebäude auf dem Doberaner Klostergelände zu sehen und wird später in Wismar gezeigt. Der Verein verfügt über einen reichen Fundus an Expositionen, von denen vier ausleihbar sind.

Dabei handelt es sich um KLOSTER DOBERAN auf 32 Tafeln, um KLOSTERSTÄTTEN IN MECKLENBURG-VORPOMMERN (mit 42 Tafeln und Fotos, Texten, Skizzen, Karten zu den Klosterstätten in diesem Bundesland (Fassung auch in englischem-polnischem Text), um das Thema ZISTERZIENSER: LEBEN, GLAUBEN,WIRKEN. Mit 23 Tafeln zu Gottesdienst und Gebet, Struktur und Entwicklung, Aufgaben und Verantwortung, Alltag und Arbeit. Zur Illustration dienen vier Glasbilder aus Altenberg aus dem Leben der Zisterzienser.

Erwähnt werden muss DIE MECKLENBURGISCHE REIMCHRONIK DES ERNST VON KIRCHBERG mit den Initialien als Buchmalerei. 20 Tafeln mit der Wiedergabe der wahrscheinlich im Scriptorium des Klosters Doberan entstandene Initialien.

Aus dem Doberaner Tochterkloster Pelplin (nahe Danzig) stammt die vier Tafeln umfassende Schau über Entstehung, Bauten, Anlagen des klösterlichen Areals und über das heutige in Leben dieser Klosterstätte. Besonderes Interesse erwecken bei den zahlreichen Besuchern die IDEEN ZUR ZUKUNFT DES WIRTSCHAFTSGEBÄUDES. Hierzu wurden Auszüge (Zeichnungen und Texte) aus Diplom- und anderen akademischen Arbeiten aus Dänemark, Polen und Deutschland zur künftigen Nutzung der Ruine des Wirtschaftsgebäudes vorgestellt.

Gefördert wurden die Ausstellungen durch das Landesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, durch den Landkreis Bad Doberan. Die Münsterverwaltung trug die Kosten für die Münstertafeln. Zu unterstreichen ist besonders, dass Konzeption, Zusammenstellung und Gestaltung von den Vereinsmitgliedern vorgenommen und in ehrenamtlicher, das heißt, in freiwilliger und unbezahlter Arbeit (in Hunderten von Stunden) vorgenommen wurden.

Gezeigt werden die Tafeln in der Regel im überdachten Teil des Wirtschaftsgebäudes Kloster Doberan, Eingang Südgiebel. Wegen des ungünstigen Raumklimas ist die Öffnung nur in den Sommermonaten von 13 bis 16 Uhr möglich.) Leider verfügt das Kloster Doberan – im Unterschied zu vielen anderen im Lande – nicht über klimatisch annehmbare Ausstellungsräume. Der Verein hofft, dass diese jetzt durch die Stadt im frei gewordenen Bauhof geschaffen werden können.

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Tel 038203 62843   |   info@klosterverein-doberan.de