Schweriner Schloss und Doberaner Münster frühzeitig bei der Kultusministerkonferenz angemeldet Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin/MVticker. Mecklenburg-Vorpommern bewirbt sich mit dem Schweriner Schloss und dem Doberaner Münster um die Aufnahme in das Welterbe der UNESCO. In einem Brief an die Kultusministerkonferenz hat Bildungsminister Mathias Brodkorb in dieser Woche das "Residenzensemble Schwerin - Kulturlandschaft des romantischen Historismus" und die "hochgotische Ausstattung des Doberaner Münsters" für die deutsche Tentativliste angemeldet.

"Mit einer Aufnahme in das Welterbe würde das Bad Doberaner Münster mit seiner einmaligen spirituellen Wirkung ebenso wie das Schweriner Residenzensemble als schönster Landtag Deutschlands weiter aufgewertet werden", sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. "In Schwerin und in Bad Doberan fiebern viele Bürgerinnen und Bürger der Aufnahme in die Welterbe-Liste entgegen. Dieser Anteilnahme wollen wir Rechnung tragen. Zu beiden Bewerbungen liegen auch Landtagsbeschlüsse vor."

Die Landesregierung hat in Schwerin über Jahre enorme finanzielle Anstrengungen unternommen, um eine denkmalgerechte Nutzung des Schweriner Schlosses als Parlament und vieler umliegender Gebäude als Regierungssitz zu ermöglichen. Das Doberaner Münster wurde schon 1984 zusammen mit der Semperoper Dresden und dem Schloss Sanssouci nach der ICOMOS-Tagung in Rostock auf die Vorschlagsliste der DDR für die Aufnahme ins Welterbe gestellt. Eine Antragsstellung ist damals jedoch nicht weiter verfolgt worden.

Auf der Kultusministerkonferenz am 4. April 2010 hatten die Ressortchefs der Länder beschlossen, die deutsche Tentativliste fortzuschreiben, um die Aufnahmechancen auch in Zukunft zu wahren. Jedes Bundesland kann bis zum 1. August 2012 zwei Vorschläge unterbreiten. Der Kulturausschuss der Kultusministerkonferenz wird beauftragt, im Jahre 2013 diese Vorschläge von einer Expertengruppe evaluieren zu lassen. Voraussichtlich Ende 2014 wird die Kultusministerkonferenz entscheiden.

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