Ein neues Dach für ein neues Leben

„Ein neues Dach für ein neues Leben“ für das Wirtschaftsgebäude des ehemaligen Klosters Doberan, das war das Motto, unter dem der Klosterverein zahlreiche Gäste der NDR-Landpartie in seinem gut gestalteten Informationszelt auf dem Klosterareal begrüßen konnte. Das Interesse an der Zukunft dieser markanten Ruine des ältesten Profangebäudes in Mecklenburg war überaus groß, und rund ein Dutzend Mitglieder des Vereins hatten an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr viel zu tun, um alle Fragen zu beantworten. Denn nach wie ist dieses Haus – einst Brauhaus mit Kornspeicher und Klostermühle – ein beeindruckendes Zeugnis der Wirtschaftskraft und der Baukunst der Zisterzienser. Anhand von Grafiken, Bildtafeln, Büchern, Entwürfen und Prospekten konnte etwa 800 Interessenten ein anschauliches Bild einer möglichen Wiederbelebung vermittelt werden. Dazu muss aber zuallererst ein Dach her, um die wertvolle Bausubstanz zu schützen. Dann böten sich Möglichkeiten für einen Platz für Konzerte und Klostermärkte, für eine Dauerausstellung über die Backsteingotik oder für eine Station der europäischen Zisterzienserroute. Nach weiteren Sanierungen wäre auch ein archäologisches Landesmuseum oder eine klösterliche Herberge und Bewirtung denkbar. Das Dach also ist der erste Schritt, und dafür hatte der Verein eine gläserne Spendenbox – eine Nachbildung des 1979 durch Brandstiftung stark zerstörten Gebäudes – aufgestellt: Das Ergebnis war recht beachtlich, denn mehr als 550 Euro kamen zusammen. Besonders wichtig erscheint es aber dem Verein, dass der Gedanke an den Wiederaufbau so eine gute Resonanz fand.

 P.G.

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