„Dort pflanzt, wo die Wasser fließen“

Die Aufforderung Bernhards von Clairvaux (Gründer des Zisterzienserkloster Claravallis 1115 in Frankreich) „Dort pflanzt, wo die Wasser fließen“ unterstreicht, welch hohe Bedeutung die Zisterzienser bei ihren Klostergründungen dem Vorhandensein von Wasser zugemessen haben. Sie benötigten das Wasser nicht nur für ihre außergewöhnlichen agrikulturellen Leistungen, sondern vor allem als Ernergielieferant für die Mühlen, gleichwohl für Fischzucht (Teichanlage in Hütten), Gerberei sowie für alle Dinge des täglichen Lebens, selbst zum Fortspülen von Unrat. Ausgehend von Ergebnissen, die im Rahmen eines vierjährigen Forschungsprojektes mit 34 Schülern des Gymnasiums Bad Doberan erarbeitet wurden, geht der bekannte Wasserwirtschaftler Dipl.-Ing. Fritz Wrase der Frage nach, welche diesbezügliche Situation die Doberaner Mönche zum Zeitpunkt der Klostergründung hier in Doberan vorfanden und was sie veränderten, um die vorhandenen Wasserreserven nutzbar zu machen.Bei dem Projekt beschäftigten sich die Teilnehmer mit Lauf, Fließgeschwindigkeiten und Wassermengen, mit Einzugsgebieten und Abflüssen von Waidbach, Stegebach, von Althöfer, Glashäger und Stülower Bach, von Bollhäger Fließ, Doberbach und mit dem von den Mönchen errichteten künstlichen, von Deichen eingefassten und 700 Meter langen Wallbach. Ein breites Spektrum und eine immense Arbeit, die bei diesem Projekt geleistet wurde. Ein Ergebnis war auch die Herstellung der im Klosterbereich aufgestellten „Wasserschautafeln“, die einen detaillierten Überblick über die gesamte Wassersituation vermitteln. Fritz Wrase hält seinen Vortrag in der vom hiesigen Klosterverein initiierten Vortragsreihe am 18. Oktober um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums Friderico Francisceum, Alexandrinenplatz 11 und würdigt dabei von allem die großartige und nachhaltige Arbeit, die die Erbauer des Klosters von mehr als 800 Jahre geleistet haben.

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