Einzigartige hochgotische Ausstattung des Münsters

Bad Doberan. „Das Doberaner Münster bietet als einzige hochmittelalterliche Klosterkirche Europas die Möglichkeit, eine komplexe Kirchenausstattung in ihrer Gesamtheit zu erfahren, eingefügt in eine Architektur von kathedralem Anspruch, ausgeführt auf höchstem künstlerischen Niveau.“ So nachzulesen im Weltkulturerbeantrag für die Ausstattung dieser alten Abteikirche der Zisterzienser und weiter: „Es ist in Europa kein weiterer Denkmalkomplex der Hochgotik bekannt, der in ähnlicher Vollständigkeit und Qualität die kulturelle Tradition eines solchen Ordens dokumentiert.“ Was es im Einzelnen mit dieser außergewöhnlichen Ausstattung auf sich hat, das erläutert Dr. Markus Hörsch am 29. November um 19.30 Uhr im Gymnasium Friderico Francisceum in einem Vortrag, zu dem der Klosterverein und der Münsterbauverein herzlich einladen. Hörsch, der 400 Männerabteien des Zisterzienserordens auf ihre bildliche Vielfalt hin untersucht hat und ein ausgewiesener Fachmann für Bildkünste und Architektur des Mittelalters ist, ist seit einem Jahr als Fachberater der Doberaner Arbeitsgruppe Welterbe tätig und verfasste die Begründung des Welterbeantrages an die UNESCO. Der Kunsthistoriker und Volkskundler Dr. Hörsch – seit 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig - kommt selbst in Vergleichen mit so berühmten Klöstern wie Altenberg bei Köln, Eberbach oder Maulbronn zu dem Schluss, dass „in diesem Ausmaß und vor allem mit so frühen und qualitätsvollen Stücken eine solche Ausstattung in keiner anderen Abteikirche des männlichen Zweiges der Zisterzienser erhalten ist“. Zu diesen Stücken gehören unter anderem: der doppelseitige Kreuzaltar, Triumphkreuz, Chorgestühl, der aufwendig geschnitzte Marienleuchter oder das Zifferblatt der astronomischen Uhr ebenso wie Sakramentsturm und Kelchschrank. P.G.

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