Kloster Doberan gut besucht zum Tag des offenen Denkmals

14/09/2026

von Martin Dostal

Am 13. September fand bundesweit der jährliche Tag des offenen Denkmals statt. Der Klosterverein Doberan war auch diesmal wieder mit dabei. Im Besucherzentrum konnten sich Interessierte das Modell des Klosters von 1552 ansehen und erklären lassen, Broschüren mitnehmen und Bücher kaufen.
Anziehungspunkt war die Backhausmühle, in der sich das Mühlenrad drehte und man der Mühle beim Mahlen zusehen konnte. Mitglieder der Mühlengruppe standen Rede und Antwort, und die Kleinen probierten gleich einmal die beiden historischen Handmühlen aus. Inzwischen ist ein weiterer Bereich während der Öffnungszeiten frei zugänglich: Hier kann man sich zum Beispiel ins Gästebuch eintragen.

Der Denkmaltag stand unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur – Historische Bauten, die uns bewegen und verbinden“. Dieses Motto trifft auf vielfältige Weise auf das Kloster Doberan zu: Mit der Lage am Jakobsweg und der Via Molina, aber auch durch die Einbettung des Klosters Doberan im Filialnetz der Zisterzienser. Das Mutterkloster befindet sich in Amelungsborn, die Tochterklöster liegen in Pelplin und Dargun. Auch eine Schwester hat das Kloster Doberan: Das bereits 1145 gegründete Kloster Riddagshausen. Die Verbindung des Mutterklosters reicht zurück über Kamp und Morimond nach Cîteaux, wo im Jahre 1098 alles begann.

„Mütter und Töchter“ ist dann auch das Thema der Klostertage, die vom 18. bis 30. September stattfinden. Diese Veranstaltung lockt Forschende und Interessierte gleichermaßen an. Parallel dazu ist gerade die Sonderausstellung „ORA ET LABORA ET LEGE“ im Stadt- und Bädermuseum eröffnet worden, in der es auch Steine, Münzen und allerhand Mittelalterliches zu sehen gibt. Die Backhausmühle und das Besucherzentrum haben zu den Klostertagen ebenfalls geöffnet.

Der Heimatverband kürt das Kloster Doberan zum Denkmal des Monats
Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat das Kloster Doberan zum Denkmal des Monats September gekürt.
„Das Doberaner Münster gilt als Perle der Backsteingotik, doch hinter der weltberühmten Fassade erwacht gerade ein ganzes Klosterareal zu neuem Leben. Erfahren Sie, wie der Klosterverein mit Herzblut für den Erhalt des gewaltigen Wirtschaftsgebäudes kämpft und warum dieser Ort weit mehr ist als nur ein Museum“, begründet der Verein seine Entscheidung.
Dabei nennt er nicht nur das Münster als „sakrales Erbe von Weltrang“, sondern spricht auch Anerkennung für die Arbeit und das Wirken der Mönche aus. Dabei hebt er die Sichtbarkeit ihrer historischen Produktionstechniken hervor:
„Die ‚Backhausmühle‘ mit ihrem Mahlgang zeugt ebenso von der autarken Lebensweise wie das ‚Kornhaus‘, das heute als soziokulturelles Zentrum fungiert.“
Besonders freut uns die Erwähnung unserer Vereinsarbeit – allen voran natürlich die Entdeckung der Augustinus-Predigten, aber auch die Entwicklung des Klostergartens und die Verbindung von klassischen Broschüren mit einem modernen virtuellen Rundgang als „Brücke zwischen Gestern und Heute“.
Unser Engagement für den Wiederaufbau des Wirtschaftsgebäudes resümiert der Heimatverband mit den schönen Worten: „Seit einem schweren Brand im Jahr 1979 gezeichnet, setzt sich der Doberaner Klosterverein für dessen Erhalt ein. Das Ziel: Das Gebäude nicht nur einfach zu erhalten. Es soll bis 2028 ein neues Dach bekommen. Der Doberaner Klosterverein unterstützt die Stadt bei diesem großen Vorhaben mit all seiner Kraft.“ Den gesamten Artikel gibt es > hier