Die Klosteranlage

Eine Klosteranlage ist mehr als ihre Gebäude. Diese bilden die materielle Voraussetzung  für die Gründung eines Klosters. Die Ordensverfassung, Carta Caritatis, bestimmt:
„Es darf kein neuer Abt an einen neuen Ort ausgesandt werden ohne wenigstens 12 Mönche. Auch müssen vorher folgende Gebäude errichtet worden sein: Oratorium, Refektorium, Dormitorium, die Wohnung für die Gäste und den Pförtnerbruder, damit die Mönche dort sofort Gott dienen und der Regel gemäß leben können.“
Das spirituelle Rüstzeug für diesen Dienst bringt der Gründungskonvent mit. Ein einfaches Holzkreuz, Reliquien, kostbare Bücher wie die Carta Caritatis, die Regeln des heiligen Benedict, die Heilige Schrift, Chorbücher und Bücher für die Messe.

Sie waren im Armarium, wörtlich Rüstkammer, einem Bücherschrank zwischen der Sakristei und dem Kapitelsaal, immer zur Hand.

ORA ET LABORA prägt auch das äußere Bild des Ensembles des Klosters Doberan.  Neben den anfänglichen Gründungsbauten entstehen eindrucksvolle Wirtschaftsbauten. Von dem Kernbereich ist die Klosterkirche, das Doberaner Münster, mit seiner einzigartigen mittelalterlichen Originalausstattung erhalten.
In Anknüpfung an die Aufgaben, denen sich die Zisterzienser stellten, soll die Klosteranlage eine Stätte der Besinnung und Begegnung, der Betätigung und der Bildung werden.

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(Die Erstellung wurde mit Mitteln der Ehrenamtsstiftung M-V gefördert).