Es geht weiter voran auf der Baustelle. Alles geht seinen Gang. Es gibt zwar immer wieder neue Überraschungen, mit denen niemand gerechnet hatte, aber es überwiegt der Optimismus. Es ist ein bisschen wie das Sommerwetter in diesen Tagen. Es gibt immer mal wieder Regen, aber wenn die Sonne hervorkommt, ist er schnell vergessen.

Die Veränderung, die am meisten ins Auge fällt, ist die neue große Metallwand in der Noch-Ruine des Wirtschaftsgebäudes.Sie soll die brandschutztechnische Abschottung auf den erforderlichen Stand bringen und ist zugleich die einzige neuaussteifende Wand für den gesamten Gebäudekomplex. Sie war denkmaltechnisch lange umstritten, inzwischen ist aber alles mit allen abgestimmt und alle Seiten sind zufrieden mit der Lösung. Ein weiterer kleiner Meilenstein auf einem langen Weg.

Auch die Arbeiten an den Außenwänden sind im Juni weiter vorangeschritten. Wie komplex all das ist, was hier berücksichtigt und bedacht werden muss, zeigt folgender Auszug aus dem Bauprotokoll: „Die Stahlträger werden rostschutzbehandelt und bleiben im Bestand erhalten. Es wurde festgelegt, dass auf der Außenseite der erste Stahlträger komplett entfernt wird und dadurch entstehenden Zwischenraum, dem seitlich anschließenden Mauerwerksverband folgend, geschlossen wird. Die Breite Fugen zwischen Sandsteingewände und neuer Ausmauerung soll mit Biberschwanzziegel aufgefüllt werden Die Sandsteingewände werden rückseitig ins Mauerwerk verankert. Derzeit wird die Abfangung der Wand vorbereitet.“

Sorge bereitet im Moment die Backhalle. Dort drückt Wasser von unten durch die Bodenplatte. Die provisorische Regenwasserableitung des Mühlendachs ist defekt und so hat das Wasser freien Lauf. Der immer wieder auftretende Starkregen der letzten Wochen hat das eventuell noch verschärft. Hier in diesem Bereich wird auch der Abstieg zum früheren Keller vermutet. Das alles muss geklärt werden, hier in diesem Raum soll ja nach Fertigstellung einmal die Bibliothek einziehen.

Und einen Blick voraus in die Zukunft gab es im Juni auch noch. In den Grundzügen ist ja seit einiger Zeit klar – wir haben hier im Bautagebuch immer wieder darüber berichtet – wie die einzelnen Bereiche des Wirtschaftsgebäudes nach der Fertigstellung genutzt werden sollen, aber im Detail gibt es noch viele offene Punkte. Dafür haben wir einen externen Berater hinzugezogen. Ein erstes Treffen fand Ende Juni statt, an dem unserem Verein auch Vertreter der Stadt und der Tourismus-Behörde teilgenommen haben. Zusammen mit Paul Beaury von der Firma MUSEEON wurden Ideen gesammelt, Schwerpunkte gebündelt und überlegt, wie man das Projekt „Neues Leben unter neuem Dach“ weiter untersetzen kann. Das Interesse auf beiden Seiten ist geweckt. Weitere Treffen werden folgen. Wir werden hier an dieser Stelle weiter über den Fortgang berichten.