Ein Wintermärchen auf der Festwiese

03/02/2026

von Dirk Emmerich

Es sind Temperaturen weit unter Null und der Schnee, der inzwischen schon eine ganze Weile liegt: Eigentlich ideale Bedingungen für eine Eisbahn in der Stadt. Und welcher Ort wäre dafür besser geeignet als die Festwiese auf dem Klostergelände?

So oder so ähnlich muss es Jochen Arenz, dem Bürgermeister von Bad Doberan, durch den Kopf gegangen sein. Gedacht, gesagt – und fast schon getan: Seit dem 2. Februar arbeitet er gemeinsam mit uns vom Klosterverein und dem städtischen Bauhof an der Umsetzung dieser Idee.

Vom Klosterverein ist Rainer Fourmont in das Projekt eingebunden. Er sorgte dafür, dass der Wasserschott an der Mühle geschlossen und das Wasser aus dem Wallbach über einen Abfluss auf die Festwiese hinter dem Wirtschaftsgebäude umgeleitet wurde. Dank der eisigen Temperaturen von bis zu -10 °C in der Nacht ist die kleine Wasser-Eisfläche, die sich dort bereits gebildet hatte, inzwischen zu einer stattlichen Bahn angewachsen. Am Nachmittag des 3. Februar hat Rainer Fourmont den Wasserzufluss gestoppt, es ist genügend geflutet worden. Jetzt muss alles zu Eis werden.

Der Bauhof hat am Vormittag des 3. Februar Barrieren um die Fläche errichtet. Jetzt heißt es hoffen, dass das Eis vollständig „durchfriert“. Die Chancen stehen so gut wie seit Jahren nicht mehr, da die Prognosen weiterhin nächtliche Werte zwischen -4 und -8 °C vorhersagen. Nur schneien sollte es nach Möglichkeit nicht: Schnee wirkt wie eine Isolierschicht – fällt er auf halbgefrorenes Wasser, stoppt er den Gefrierprozess darunter.

Eine Garantie für den Erfolg gibt es bei einer Natureisbahn nicht. Doch sowohl Bürgermeister Jochen Arenz als auch Rainer Fourmont von der Mühlengruppe des Klostervereins sind sich einig: Es ist den Versuch wert!

„Ich träume schon lange von einer Eisbahn für Bad Doberan“, so Jochen Arenz. „Wenn wir wirklich eine tragfähige Fläche hinbekommen, werden wir auch ein Abendlaufen mit Beleuchtung organisieren.“

Auch die langfristigen Wetterprognosen spielen uns in die Karten. Bis zur Mitte des Monats soll das Thermometer fast durchgehend unter dem Gefrierpunkt bleiben – die Eisbahn wird uns also so schnell nicht wegtauen.

Wir freuen uns über alle Schaulustigen, die den Fortschritt beobachten wollen!

Aber eine große Bitte: Betreten Sie die Eisfläche aktuell noch nicht. Es geht nicht nur um die Rutschgefahr, sondern vor allem darum, dass das Eis in den nächsten Tagen ungestört durchfrieren kann. Jede Störung der Oberfläche gefährdet die Stabilität der späteren Bahn.

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Auch Bürgermeister Jochen Arenz postet aktuell zur Eisbahn auf Facebook und Instagram.