Herzlich willkommen zu unserem aktuellen Newsletter und auf ein Neues im Jahr 2026. Wir planen auch dieses Jahr wieder eine ganze Menge! Schon jetzt im Fokus sind der 15. Doberaner Klostermarkt am ersten Juni-Wochenende, der deutsch-polnische Jugendaustausch im Juli und die Doberaner Klostertage im September. Und jetzt ein Rückblick auf die letzten Wochen…

Der Bauzaun an der Wollscheune ist weg

von Dirk Emmerich

Es ist Mitte Dezember. Der Bauzaun ist weg. Der dritte Bauabschnitt ist vollendet. Die Wollscheune ist nun für die Zukunft gesichert, und vom gesamten Klostergelände bietet sich ein schöner Blick auf die Wollscheune – ohne den wenig dekorativen Bauzaun.

Die Sanierung hatte 2018 unter der Leitung von Architekt Peter Petersen begonnen, hier bei einem Ortstermin an der Wollscheune. Damals stand zunächst die Sanierung der Nordwand im Mittelpunkt – der größten der drei verbliebenen Wände –, die mit 25.000 € gefördert wurde. Das war der erste Bauabschnitt. Anschließend wurde in einem zweiten Bauabschnitt die Westwand gesichert.

Zuletzt ging es darum, die weit über 100 Jahre alte Esche, die im Laufe der Jahrzehnte fest mit den Resten der Ostwand verwachsen war, dauerhaft in die Wollscheune zu „integrieren“. Über anderthalb Jahre war die Ostwand eingerüstet, um diese Symbiose zukunftssicher zu machen. Die Esche hatte sich bereits seit langer Zeit an der Wand festgehalten. Bei kräftigem Wind wippte nicht nur die Esche, sondern auch die gesamte Wand, die inzwischen leicht nach innen gewölbt ist – fast so, als wolle sie der Esche mehr Raum geben. Dies stellte ein Risiko für die Stabilität der Wand dar. Überlegungen, die Esche zu fällen, wurden jedoch schnell verworfen. Erstens gehörte sie seit Jahren zum Erscheinungsbild der Wollscheunenreste, und zweitens wären die Risiken für die Statik der Ruine viel zu groß gewesen. Nun ist alles für die nächsten Jahrzehnte gesichert.

Die Wollscheune blickt auf eine lange Geschichte zurück. Über ihre Nutzung gibt es unterschiedliche Versionen. Fest steht, dass das Dach des zweigeschossigen Gebäudes um 1850 infolge eines Sturms eingestürzt ist und das Gebäude danach nicht mehr genutzt werden konnte. In der Folgezeit wurde massiver Raubbau betrieben, sodass 1920 nur noch die Außenwände standen.

In den 1950er Jahren versuchte der Denkmalpfleger und Architekt Adolf Friedrich Lorenz, das ursprüngliche Aussehen der Wollscheune mit einer Zeichnung zu rekonstruieren. Möglicherweise sah sie jedoch ganz anders aus und verfügte über mehrere Anbauten, wie Architekt Peter Petersen vermutet. Auf jeden Fall kommt diesem Rekonstruktionsversuch das Verdienst zu, Größe und Bedeutung der Wollscheune in ihrer Hochphase anschaulich zu vermitteln.

Bereits 2024 wurde die Stadt für ihre Verdienste um die Sicherung der Wollscheune mit einer Bronzetafel der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ ausgezeichnet. Nach Abschluss aller Sanierungsarbeiten wird sie nun einen gebührenden Platz an einer der Mauern der Wollscheune erhalten.

v.l.n.r. Ralf Schinke (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Peter Petersen (Architekt), Katy Hoffmeister (Stadtpräsidentin Bad Doberan), Jochen Arenz (Bürgermeister Bad Doberan)

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Danke an die Jungs und Mädels von der Baustelle

von Dirk Emmerich

Es ist schon eine kleine Tradition oder kann man beim zweiten Mal noch nicht davon sprechen? Aber da wir das jetzt jedes Jahr machen werden, solange die Arbeiten am Wirtschaftsgebäude laufen, vielleicht doch. 

Wir haben am 21. November alle Jungs und Mädels (ja, es ist auch eine Zimmerfrau unter den Bauleuten) von der Baustelle in die Klostermühle eingeladen. Daher gehört dieser Blog eigentlich auch ins Bautagebuch, aber wir heben ihn hier besonders hervor. Der Klosterverein sagt DANKE für die erfolgreiche Arbeit im Jahr 2025. Sabine Krahn-Schulze, die Vorsitzende des Vereins, würdigte das große Engagement. Es sei zu spüren, dass alle Beteiligten hier nicht nur einfach irgendeine Arbeit verrichten, sondern dies mit viel Freude und Elan tun. Wir berichten darüber auf dieser Seite mit monatlichen Updates im  > Bautagebuch.

Auch in diesem Jahr gab es neben Erfolgen unliebsame Überraschungen, die den gesamten Prozess verzögert haben – und weiterhin verzögern werden. Eigentlich wollten wir 2025 gemeinsam Richtfest feiern. Das war aufgrund der vielfältigen Herausforderungen nicht möglich. Ob das 2026 möglich sein wird, ist ebenfalls ungewiss. Aber wenn es soweit ist, das hob Ralf Schulz von der Mühlengruppe hervor, wird es eine richtig große Party werden, auf die er sich jetzt schon freut. Und wenn dann erst einmal das neue Dach fertiggestellt ist … okay, das ist Zukunftsmusik.

Über all das wurde an diesem Tag zwischen den Mitgliedern des Klostervereins und allen Beteiligten am Baugeschehen von A/P aus Wismar und der Firma Dorsch aus Rostock, gefachsimpelt.

Dazu gab es Würstchen vom Grill (Reinhard Firzlaff: nicht irgendwelche Würstchen, sondern aus Eberswalde), Kartoffelsalat und mehr. Und natürlich die passenden Getränke. Das alles hatte die Mühlengruppe des Vereins vorbereitet. 

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Der Klostergarten geht in die Winterpause

von Rita Rossmann & Claudia Pirch-Masloch

Die Aktiven der Arbeitsgruppe Doberaner Klostergarten blicken zufrieden auf ein lebendiges Gartenjahr 2025 zurück. Neben der üblichen Gartenarbeit mit Pflege und Hege der rund 60 Heilkräuter gab es einige Veränderungen und Neuerungen – und bereits viele Ideen für das kommende Jahr. Zu Beginn des Jahres legte Heide Walter, die die Gruppe jahrelang federführend begleitet hatte, die Verantwortung in die Hände von Rita Rossmann und Claudia Pirch-Masloch.

Auch in diesem Jahr kamen wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die sich an den Pflanzen und der gepflegten Anlage erfreuten. Seit dem Frühjahr können sich Gäste an zwei neuen, selbst gestalteten Pflanzentafeln über 24 Heilkräuter informieren – anhand von Bildern und Texten oder ausführlicher durch Einscannen eines QR-Codes.

Die neuen Tafeln wurden am 26. April 2025 enthüllt.  Mit dabei waren die stellvertretende Vereinsvorsitzende Antje Benesch, der Bürgermeister Jochen Arenz, weitere Vereinsmitglieder und interessierte Einwohnerinnen und Einwohner. Die Vertreterin der OSPA übergab dem Verein einen Fördermittelscheck über 1.500 Euro. Claudia Pirch-Masloch, die die Texte für die Infotafeln erstellte, erläuterte das Projekt und seine Umsetzung.

Am selben Tag fand die Pflanzenbörse vor dem Kornhaus statt, die jedes Jahr zum Kaufen und Tauschen von Pflanzen einlädt. Die AG Klostergarten war hier erstmals mit einem Stand vertreten und bot Ableger und Saatgut an, das erfreulich gut nachgefragt wurde.

Neuer Rhythmus, viel zu tun

Anfang Mai startete die eigentliche Gartenarbeit. Der bisherige monatliche Termin am zweiten Dienstag um 9:30 Uhr wurde um einen Nachmittagstermin ergänzt: jeweils am vierten Dienstag im Monat ab 17:00 Uhr. So haben auch Berufstätige die Möglichkeit, sich der AG Klostergarten anzuschließen.

Im neuen Zwei-Wochen-Rhythmus gab es reichlich zu tun: fehlende Pflanzen wurden ergänzt, Pflanzenschilder nach dem Hochkeimen der Kräuter neu verteilt, Ersatzschilder erstellt, das Marienbeet und die Gras-Bank mit Erklärungen versehen. Gartengeräte und Beetumrandungen wurden repariert, Beete und Wege von Beikräutern befreit. Außerdem wurde in diesem Jahr besonderes Augenmerk darauf gelegt, überwuchernde Pflanzen rechtzeitig zurückzunehmen – für ein gepflegteres Gesamtbild.

Ein großes Dankeschön …

… an Peter Masloch, der regelmäßig den Rasen rund um den Klostergarten kurz hält, den Vorplatz gemeinsam mit Joachim Rossmann von Beikräutern befreit und den Buchsbaumzünsler energisch zum Ausziehen bewegt hat.

… an Gerhard Winter, der die Brombeerhecke allen Dornen zum Trotz erneut in ein Spalier eingeflochten hat.

… an Joachim Rossmann, der den Brunnen vor dem Garten gereinigt und die Tauchpumpe eingesetzt hat – sodass das Brunnenwasser wieder zur Bewässerung genutzt werden kann.

… an Nicole Damisch, Kursleiterin in der Holzwerkstatt im Kornhaus, die den von der AG Klostergarten genutzten Abstellraum umgestaltet und neue praktische Ablageplätze geschaffen hat.

… an Christian Grosche, der den tatsächlichen Pflanzenbestand erfasst und in einem Gartenplan verzeichnet hat. Auf dieser Grundlage katalogisierte Claudia Pirch-Masloch die Heilkräuter in einer Excel-Tabelle, sodass sie künftig nach vielfältigen Kriterien sortiert werden können.

UND HIER GEHT ES ZU UNSERER RUBRIK: HEILKRÄUTER DES MONATS.

Jeden Monat gibt es ein „neues“ Heilkraut. Im Januar ist das übrigens > LAVENDEL


Zusammenarbeit mit dem Grand Hotel Heiligendamm

von Sabine Krahn-Schulze

Die letzten Wochen des Jahres sind immer auch eine Zeit des Dankes und der Wertschätzung gegenüber Partnern und Weggefährten.

Wir haben die Einladung in der Adventszeit zum gemütlichen Winterwald vor dem Kurhaus Heiligendamm daher gerne genutzt, um uns für die Zusammenarbeit mit dem Grand Hotel zu bedanken und anregende Gespräche im stimmungsvollen Rahmen dieses Winterabends zu führen. Das Grand Hotel Heiligendamm ist seit 2023 Mitglied des Klostervereins.

Eingeladen hatte der neue General Manager, Fabian Engels. Unter den Gästen, die dem Haus seit vielen Jahren verbunden sind, befanden sich Vertreterinnen und Vertreter der hmt Rostock, des Fördervereins der hmt, der Kunsthalle Rostock, der Brauerei Lübzer, des Klostervereins Bad Doberan sowie zahlreiche Partner aus der unmittelbaren Nachbarschaft – darunter die Median Klinik, die Inhaberin des Restaurants Großherzoglicher Wartesaal, das Restaurant Medinis, die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm und weitere Unternehmen.

v.l.n.r. Fabian Rüsch – Vorstand Förderverein hmt Rostock, Fabian Engels – General Manager Grand Hotel Heiligendamm, Sabine von Zanthier – Doberaner Kulturinitiative, Dr. Wolf Karge – Historiker & Publizist

Die Vorsitzende des Doberaner Klostervereins, Sabine Krahn-Schulze, beglückwünschte Fabian Engels zu seiner Berufung nach Heiligendamm und überreichte ihm einen Band aus unserer CONVENT-Reihe. Für das kommende Jahr wurden erste Ideen ausgetauscht, wie sich die Klosterlandschaft noch besser in die Wanderrouten rund um den Heiligen Damm einbinden lässt.

Unsere Klosterwege und die neu aufgelegten Wasserwanderwege rund um das Kloster Doberan bieten dafür einen vielversprechenden Ansatz. Zudem stehen mit dem Treffen der deutschen Charta-Mitglieder im April 2026 und dem deutsch-polnischen Jugendaustausch im Juli 2026 zwei wichtige Termine an, die im neuen Jahr weiter vorbereitet werden.

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Weihnachtszauber in der alten Klostervogtei

von Dirk Emmerich

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt … erst eins, dann zwei, dann drei und vier …

Weihnachten in der alten Klostervogtei bildete auch in diesem Jahr, kurz vor dem vierten Advent, den Abschluss der Vorweihnachtszeit in Bad Doberan. Wie schon in den Jahren zuvor war es wieder besonders stimmungsvoll. Wunderkerzen, Feuerschalen, Bratwurst, Punsch, Waffeln und ein Weihnachtsbaum ließen die Klostervogtei in eine festliche, weihnachtliche Atmosphäre eintauchen.

Auch wir als Klosterverein waren auf diesem besonderen Weihnachtsmarkt der Stadt mit dabei – für uns eine Art Heimspiel, denn das Besucherzentrum befindet sich ja direkt in der Klostervogtei. Es war den ganzen Nachmittag geöffnet und erfreute sich – ebenso wie die Läden und Werkstätten links und rechts davon – eines großen Interesses. An dem großen Modell der Klosteranlage gab es immer wieder Fragen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Klosteranlage. Mitten im Geschehen natürlich auch bei uns der Weihnachtsmann, hier in fachkundiger Simpelei mit Rainer Fourmont von der Mühlengruppe. Und selbstverständlich gab er auch ein paar Wünsche mit auf den Weg. Was genau, wollte er nicht sagen… So viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit. Nur soviel: die Mühlengruppe hat sich für das kommende Jahr allerhand vorgenommen.

Am Eingang des Besucherzentrums wurden Soljanka und Kürbissuppe aus der Küche von Eva Firzlaff angeboten. Beide Suppen waren sehr gefragt und haben die Klostervereinskasse gut gefüllt. Die Kasse, ich durfte sie am Ende einmal anheben, war ziemlich schwer. Insgesamt mögen es wohl 1.500 Besucher bei uns gewesen sein. 

In den Räumlichkeiten des Besucherzentrums hatten mehrere Vereine Stände aufgebaut, um mit selbst hergestelltem Kunstgewerbe das Interesse der Besucher zu wecken: das Kunsthandwerk Mehlhorn aus Nienhagen mit weihnachtlichen Figuren, der Verein „Gemeinsam gegen einsam“ mit Produkten rund ums Töpfern, Filzen, Nähen und Basteln sowie die Jugendschule des Kornhauses, in der sich ebenfalls Vereinsmitglieder engagieren. Hier gab es neben den Werken der Jugendschule auch „vereinseigenes“ Quittengelee aus der Gartengruppe.

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…und noch ein Blick auf die Baustelle

Es geht voran, auch jetzt in der kalten Jahreszeit. Doch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kann man draußen – an den Arkaden, an den Außenmauern und auch in der künftig überdachten großen Halle wenig tun. Die Arbeiten haben sich ins Innere verlagert. Und auch da gibt es weiter viel zu tun. Wir werden im Bautagebuch ab Februar wieder darüber berichten.

Ausblick

Ein Überblick über alle aktuellen Veranstaltungen gibt es auch auf unserer Website. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und ihr Interesse! Vielen Dank!!