Martin Heider – 25 Jahre im Dienst der Kirchengemeinde Bad Doberan

29/05/2026

.von Petra Wallmann

Im Rahmen des Gottesdienstes am 19. April wurde das 25-jährige Dienstjubiläum von Kustos Martin Heider begangen. Am 1. Januar 2001 trat er seine Stelle am Doberaner Münster an.

Der Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Hannes Roggelin, würdigte in seiner Ansprache die Verdienste Martin Heiders. Durch den Aufbau eines professionellen Veranstaltungs- und Führungsangebots, eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit sowie eine deutschlandweite fachliche Vernetzung habe er das Münster zu einem „lebendigen, hervorragend organisierten und weit über die Region hinaus bekannten Ort“ entwickelt.

Auch im baulichen Bereich setzte Martin Heider neue Maßstäbe. Er begleitete und koordinierte Restaurierungen und Bauprojekte, warb erfolgreich Fördermittel ein und initiierte Fundraisingprojekte. Insgesamt wurden in den vergangenen 25 Jahren rund sieben Millionen Euro in bauliche Maßnahmen am Münster investiert. Die Grundlage dafür bildeten insbesondere Martin Heiders engagierte Öffentlichkeitsarbeit, der kontinuierliche Ausbau seines Fachwissens sowie eine intensive Kontaktpflege.

Hannes Roggelin schloss seine Würdigung mit einem Dank: „Danke für deinen unermüdlichen Einsatz. Danke für deine Ideen. Ohne dich wäre dieses einzigartige Bauwerk heute vermutlich nicht in diesem Zustand – und vielleicht auch nicht so bekannt.“

Zugleich betonte er, dass Martin Heider stets darauf geachtet habe, den Charakter des Münsters als Ort des Gebets und des Gottesdienstes zu bewahren.

Im Anschluss an den Gottesdienst ergriff bei einem Glas Sekt der Vorsitzende des Münsterbauvereins, Andreas Timm, das Wort. Er erinnerte an die Anfänge, als noch unklar war, wie die umfangreiche Aufgabe bewältigt werden sollte, das Münster durch Führungen für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zugleich die notwendigen Restaurierungsarbeiten umzusetzen. Martin Heider, der bereits als Jugendlicher im Rahmen von „Führungsrüsten“ eine enge Verbindung zum Münster aufgebaut hatte, wandte sich nach seinem BWL-Studium eigenständig an die Kirchengemeinde. Die Kirchenleitung lehnte die Einrichtung einer Stelle ab. Der Landkreis erklärte sich zu einer Anschubfinanzierung für ein Jahr bereit. Martin Heider überzeugte jedoch rasch durch seine Arbeit. Auf seine Initiative hin wurde schließlich der Münsterbauverein gegründet.

Auch Gunther Heilemann, Vorstandsmitglied des Klostervereins, würdigte in seinem Grußwort die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und die außerordentlichen Leistungen Heiders. Besonders hob er dessen Forschungsinteresse am Gebäudebestand der gesamten Klosteranlage hervor, ebenso wie seine fundierten Vorträge und die Veröffentlichung bedeutender Quellen.

Das Jubiläum findet eine Fortsetzung: Am Donnerstag, dem 18. Juni, um 18:00 Uhr laden Münsterbauverein und Klosterverein gemeinsam zu einem Vortrag in das Doberaner Münster ein. Martin Heider spricht zum Thema:

„Die Ausstattung des Doberaner Münsters in den frühneuzeitlichen Quellen“.