von Dirk Emmerich

Das Wetter spielt mit. Der Freitag-Nachmittag hatte allen einen gehörigen Schreck eingejagt. Es gab mehrere Starkregen-Schauer und wir waren in Sorge, dass sich das wiederholen könnte. Das hat es aber nicht. Zum Glück. Und allen ging durch den Kopf: Eigentlich ist das Wetter doch immer gut zum Klostermarkt.

Am Samstag kurz vor 10:00 Uhr wurde der Markt dann tatsächlich bei strahlendem Sonnenschein eröffnet. Magistratus Jochen sprach ein Grußwort der Stadt, Marktschreier Gerd verlas die Marktordnung, und Oberin Sabine dankte allen beteiligten Marktkaufleuten für die Vorbereitung. Auch Pastor Volkmar Seyffert bedankte sich bei allen und wünschte zwei wunderbare Tage auf dem Gelände des Doberaner Klosters.  Die Musikgruppe Wolgemut bildete mit ihrem mittelalterlichen Klang den feierlichen und zugleich stimmungsvollen Rahmen für den Beginn des zweitägigen Marktes. Dann war der Markt offiziell eröffnet.

Bereits in der ersten Stunde des Marktes herrschte großer Andrang.

Die Stimmung unter den Besuchern, Schaustellern und Handwerkern war hervorragend. Mittelalterliches und klösterliches Handwerk, Kinderspiele, Märchenerzähler und handgemachte mittelalterliche Musik… Auch in diesem Jahr gab es wieder über 60 Stände…. Schauen, kaufen, miteinander reden oder sich einfach nur inspirieren lassen… Dazu gab es Schwein am Spieß, Bratwürste aller Art (besonders die französischen waren echt lecker) Craftbiere, Pastagerichte, Bauernhof-Eis, Kaffee, Kuchen und anderes mehr.

Und jetzt lassen wir hier einfach die Bilder sprechen, die drücken mehr aus als weitere Worte. Mehr gibt es auch auf unserem Instragram-Account

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Im Mittelpunkt steht aber natürlich das Markttreiben selbst, welches auch in diesem Jahr vor der ganz besonderen Kulisse des historischen Wirtschaftsgebäudes stattfindet. Es werden wieder über 60 Stände erwartet, die Kunst und Handwerk sowie Pflanzen und landwirtschaftliche Produkte unterschiedlichster Art präsentieren. Zudem zeigen Künstler und Handwerker alte Traditionen – Schmieden, Spinnen, Weben, Papierschöpfen, Kalligrafie, Veduten-Malerei, Steinebehauen und vieles mehr.

Essen und Trinken gibt es in gewohnter Vielfalt und Qualität: Knobibrot, Lammspezialitäten vom Schäfer, Pastagerichte, Räucherfisch …

Bis morgen  erwarten wir ganz viele Besucher – zum nunmehr 15. Doberaner Klostermarkt. In all den Jahren ist der Markt stetig gewachsen und ist inzwischen das größte Event der Stadt. Wenn das Wetter mitspielt – in den letzten Jahren war uns die Sonne meist gewogen – erwarten wir auch in diesem Jahr wieder rund 7.000 Besucher. Mal sehen, ob das klappt.

Der Klostermarkt wird weiterhin nicht von einer professionellen Agentur organisiert, sondern von den Mitgliedern des Klostervereins in unermüdlicher ehrenamtlicher Arbeit. Stromanschlüsse, Bauzäune, Toiletten, Erste Hilfe, Auf- und Abbau unserer eigenen Zelte – es gibt unzählige Details zu bedenken. Federführend ist die AG Klostermarkt mit dem AG-Leiter Reinhard Firzlaff und der Marktleiterin Eva Firzlaff. 

v.l.n.r. Pastor Volkmar Seyffert, Vorsitzende des Klostervereins Sabine Krahn-Schulze, Marktleiterin Eva Firzlaff, Tourismus-Chef Roland Völker

Die Mittelalter-Band Wolgemut sowie die beiden Gaukler Helix, der Ungezogene, und Sebius, der Weltenbummler, begleiten das Marktgeschehen mit handgemachter Musik und Artistik. Wolgemut – das sind farbenfrohe Kostüme, muntere Spielfreude und gute Laune. Die seit 25 Jahren aktiven Berliner Musiker haben ihren Bandnamen passend gewählt, denn „Wolgemut“ ist ein alter Begriff für „gut drauf sein“. Und gut drauf sind die Spielleute, wenn sie auf Trommel, Dudelsack und Saiteninstrumenten Lieder aus alter Zeit zum Mittanzen spielen oder ihr Publikum mit romantisch-zarten Harfenklängen verzaubern. Ihre positive Energie überträgt sich schnell auf alle Gäste, sodass auch die Zuhörer bald „wohlgemut“ sind.

Auch die jüngsten Besucher haben garantiert Spaß an der Musik.

(Nicht nur) Kinder können Jonglieren und andere Zirkuskunststücke erlernen oder am Kreativstand der Jugendkunstschule „Schönes aus Papier“ fertigen. Außerdem können Kinder auf Ponys über den Markt reiten und Karussell fahren, während ein starker Papa die Kurbel bedient. Es gibt alte Kinderspiele, Bogenschießen und Oktavia erzählt Märchen aus aller Welt (jeweils um 11:00, 14:00 und 16:00 Uhr). Ein weiteres Highlight: Am Sonntag um 13:00 Uhr zeigt die Jugendtheatergruppe aus dem Kornhaus im Zirkuszelt ihr Stück „6 Kids – 1 Insel – 0 Plan“.

Und der Klosterverein präsentiert sich neben all den vielen Ständen auch mit zwei Extra-Angeboten. Zum einen ist die Mühle geöffnet und lädt an beiden Markttagen Interessierte zu Führungen ein. Und es gab eine Rekordbesucherzahl: 1.100… soviel Interessierte an einem einzigen Tag gab es noch nie in der Mühle.

Und zum anderen führen Mitglieder der Klostergarten-Gruppe gerne in die Geheimnisse von Heilkräutern an, die übrigens auch alle im Klostergarten wachsen. Auch der ist an beiden Tagen für alle geöffnet.

Hier ein Blick in den Flyer zum Markt, den es an allen bekannten Stellen in der Stadt auch in Papierform gibt:

Am Ende fließt der gesamte Erlös, wie auch in den Vorjahren, in die Aktion „Neues Leben unter neuem Dach“. Unser großes Ziel bleibt fest im Blick: 2028 soll das neue Dach fertig sein. Auf der Baustelle ist in den letzten Monaten – für jedermann sichtbar – viel passiert. Wir berichten regelmäßig im Bautagebuch darüber.


Wann und wo? Wie zu Beginn schon erwähnt

6. und 7. Juni 2026 Samstag: 10 – 18 Uhr | Sonntag: 10 – 17 Uhr

Eintritt: 5 € pro Person | ab 14 J.: 3 € | Kinder frei

GANZ WICHTIG für alle, die Eröffnung des Marktes erleben wollen. Die findet am Samstag ab 09:45 Uhr  an der Klostervogtei statt.


Und wer wissen oder sich vielleicht auch nur erinnern will, wie es in den letzten Jahren war, klickt bitte hier:

Doberaner Klostermarkt 2025

Doberaner Klostermarkt 2024

Doberaner Klostermarkt 2023