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Klostermarkt mit neuem Besucherrekord
von Dirk Emmerich
6.-7. Juni 2026
Das Wetter hat mitgespielt. Der Freitag-Nachmittag hatte allen zunächst einen gehörigen Schreck eingejagt. Da waren die Aufbauarbeiten noch in vollem Gange. Es gab mehrere Starkregen-Schauer und wir waren in Sorge, dass sich das wiederholen könnte. Das hat es aber nicht. Zum Glück. Und allen ging durch den Kopf: Eigentlich ist das Wetter doch immer gut zum Klostermarkt. Am Samstag hat das am Ende durchgehend geklappt, am Sonntag nicht ganz. Da gab es am Himmel mehr Wolken als Sonne. Aber das hat niemanden abgehalten, auf den Markt zu kommen.
Mit über 7.000 Besuchern wurde die Zahl des letzten Jahres noch einmal übertroffen. Wahnsinn! Das ist eine großartige Bestätigung für den Markt, der nun bereits zum 15. Mal stattgefunden hat. Seit Jahren ist es ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Stadt Bad Doberan. „Die vielen Besucher sind nicht nur Bestätigung für unser Wirken sondern zugleich auch eine große Motivation für uns als Verein. Wir freuen uns sehr, dass hier über die Jahre eine ganz besondere Atmosphäre entstanden ist – eine, die nicht nur die Besucher, sondern auch die Schausteller und Handwerker schätzen“, so Vereinsvorsitzende Sabine Krahn-Schulze unmittelbar nach Abschluss des Marktes.
Am Samstag kurz vor 10:00 Uhr ging es los. Magistratus Jochen sprach ein Grußwort der Stadt, Marktschreier Gerd verlas die Marktordnung und Oberin Sabine dankte allen beteiligten Marktkaufleuten für die Vorbereitung. Auch Pastor Volkmar Seyffert bedankte sich bei allen und wünschte zwei wunderbare Tage auf dem Gelände des Doberaner Klosters. Der Markt war damit offiziell eröffnet.


Die Stimmung unter den Besuchern, Schaustellern und Handwerkern war hervorragend. Mittelalterliches und klösterliches Handwerk, Kinderspiele, Märchenerzähler und handgemachte mittelalterliche Musik… Auch in diesem Jahr gab es wieder über 60 Stände…. Schauen, kaufen, miteinander reden oder sich einfach nur inspirieren lassen… Dazu gab es Schwein am Spieß, Bratwürste aller Art (besonders die französischen waren echt lecker) Craftbiere, Pastagerichte, Bauernhof-Eis, Kaffee, Kuchen und anderes mehr. Und jetzt lassen wir hier einfach die Bilder sprechen, die drücken mehr aus als weitere Worte.




Die Mittelalter-Band Wolgemut begleitete das Marktgeschehen mit handgemachter Musik und Artistik. Wolgemut – das sind farbenfrohe Kostüme, muntere Spielfreude und gute Laune. Die seit 25 Jahren aktiven Berliner Musiker hatten ihren Bandnamen passend gewählt, denn „Wolgemut“ ist ein alter Begriff für „gut drauf sein“. Ihre positive Energie übertrug sich schnell auf alle Gäste und inspirierte schnell zum „wohlgemuten“ Mittanzen.
Neuer Besucherrekord auch in der Backhausmühle. Und auch unser Klosterverein hat sich neben all den vielen Ständen mit zwei Extra-Angeboten präsentiert. Zum einen war die Mühle geöffnet und hat an beiden Markttagen Interessierte zu Führungen eingeladen. An beiden Tagen gab es neue Besucherrekorde. Am Samstag wollten sich 1.100 die Backhausmühle erklären lassen … so viele wie noch nie an einem Tag zuvor. Und am Sonntag wurde diese Zahl sogar noch einmal übertroffen – 1.228. Der Zuspruch war überwältigend. Die Müllerburschen und Müllermädel waren begeistert. Alle anderen im Verein auch.

Und zum anderen haben Mitglieder der Klostergarten-Gruppe gerne in die Geheimnisse der Heilkräutern eingeführt, die alle auch im Klostergarten wachsen. Wer es an den beiden Tagen des Klostermarktes nicht geschafft hat, da vorbeizuschauen, dem sei die Rubrik „Heilkräuter des Monats“ empfohlen. Dort gibt es immer Spannendes und Wissenswertes über Kräuter, die schon die Zisterzienser verwendet und kultiviert haben.

An unserem Vereinszelt standen Mitglieder des Vorstands zwei Tage als Gesprächspartner bereit. Viele Fragen drehten sich um den Fortschritt bei der Sanierung des Wirtschaftsgebäudes und auch darum, warum das alles so lange dauert. Wer unser Bautagebuch regelmäßig liest, weiß, dass sich vieles als komplexer darstellt, als bei Beginn der Sanierung angenommen. Das betrifft sowohl den Zustand des Bauwerks als auch immer wieder neue Vorgaben und Vorschriften, die beachtet werden müssen. Die Eintrittsgelder für den Klostermarkt fließen alle im Rahmen unseres Projekts „Für neues Leben unter neuem Dach“ in die weitere Sanierung des Wirtschaftsgebäudes. Vereinsvorsitzende Sabine Krahn-Schulze stellte auch eine neue Aktion vor: Wer wollte konnte auf dem Markt einen Stein des Wirtschaftsgebäudes gegen eine Spende mitnehmen. Keine Sorge, es handelt sich um Steine, die beim Wiederaufbau nicht mehr verwendet werden können. Unser großes Ziel bleibt fest im Blick: 2028 soll das neue Dach fertig sein.
Wir alle hatten einen Riesen-Spaß. Und als Verein ein bisschen auf die Schulter klopfen dürfen wir uns auch.
Großes Verdienst am Erfolg des Marktes haben die Marktleiterin Eva Firzlaff und der Vorsitzende der AG Klostermarkt Reinhard Firzlaff. Eva Firzlaff bedankte sich nach Ende des Klostermarkt bei allen Vereinsmitgliedern, die zum Erfolg beigetragen haben:
Liebe Leute. Nun ist aufgeräumt. Vergessen vorher zu essen. Also beim letzten Bier gemeinsam einen edlen Käse vertilgt. Es war so ein tolles Wochenende. Ich habe von Besuchern gehört, das war für sie das Highlight des Jahres. Für uns waren es anstrengende Wochen, aber eben auch ein besonderes Ereignis, das wir zusammen auf die Beine gestellt haben. Ich bin so stolz auf uns alle. Wir haben echt was geschafft. DANKE an euch alle !!!!!!!! Gerade kommt aus dem Fernseher (ich gucke ja nicht) der Satz an mein Ohr: was wir im Leben tun, hallt wider in der Ewigkeit. Dann haben wir gerade einen großen Hall erzeugt.
Also schlaft gut 🥱
Einen ausführlicheren Bericht mit noch mehr Fotos gibt es > hier

Doberaner Münster – „Historisches Wahrzeichen der Ingenieursbaukunst“
von Lothar W. Kroh und Dirk Emmerich
23. April 2026
Der ältesten Abteikirche der Zisterzienser in Mecklenburg, dem hochgotischen Doberaner Münster, wurde dieser Tage eine ganz besondere Ehre zuteil. In einer feierlichen Festveranstaltung direkt im Münster wurde es von der Bundesingenieurkammer als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet. Dies ist eine Premiere: Bisher hat noch kein mittelalterliches Bauwerk in Deutschland diese Ehrung erfahren. Während Bauwerke wie der „Teepott“ in Warnemünde, der Flughafen Berlin-Tempelhof oder der Leuchtturm „Roter Sand“ bereits auf der honorigen Liste stehen, ist das Münster der erste Sakralbau in diesem exklusiven Kreis.

Zahlreiche Doberaner waren zu diesem Anlass im Münster erschienen, darunter auch Bürgermeister Jochen Arenz und Stadtpräsidentin Katy Hoffmeister.

v.l.n.r. Christian Pegel – Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung , Jochen Arenz – Bürgermeister, Katy Hoffmeister – Stadtpräsidentin
Christian Pegel, Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, würdigte das Münster als technische Meisterleistung. Was vor vielen Jahrhunderten ohne moderne Hilfsmittel umgesetzt wurde, sei eine ingenieurtechnische Leistung, die gar nicht hoch genug geschätzt werden könne. Das Doberaner Münster gehöre zur „DNA des Nordens“.
Zusammen mit den Stiftern des Titels enthüllte der Minister die eigentliche Plakette, die einen würdigen Platz im Münster finden und für jedermann sichtbar sein wird.

Eine technische Meisterleistung ihrer Zeit. Die Begründung für die Auszeichnung liest sich wie eine Hymne auf die Baukunst der Zisterzienser. Das Münster wird als Pionierbau gewürdigt, der das bis dato übliche Natursteinbausystem mit höchster Eleganz auf das neue Material Ziegel übertragen hat. Diese Ingenieurbaukunst fand wenig später auch Anwendung bei den Domen in Lübeck und Schwerin sowie den Stadtkirchen in Rostock und Stralsund – doch Doberan war hierbei der Vorreiter. Ein lebendiges Geschichtsbuch Der Architekt und Ingenieur Christian Kayser, der zusammen mit dem Kustos des Münsters, Martin Heider, das Buch „Das Doberaner Münster – Bau | Geschichte | Kontext“ verfasst hat, hielt im Anschluss an den Festakt einen vertiefenden Vortrag. Er betonte, dass das Münster mit seiner Ausstattung und den zahlreichen Befunden zu Konzeption und Realisierung ein „lebendiges Geschichtsbuch vorindustriellen Bauwesens“ darstelle. Besonders hervorzuheben ist, dass das Münster „aus einem Guss“ gebaut wurde. Vor über 800 Jahren war dies eine enorme Leistung: Es gab kaum Konzeptabweichungen und nur minimale Korrekturen am System. Während bei Bauten dieser Größe die Gründung und die Ableitung des Horizontalschubs der Gewölbe kritisch für die Stabilität sind, lösten die Baumeister in Doberan dies souverän durch den Einsatz von Zugankern. Dies minimierte den Bedarf an aufwendigen Strebebögen erheblich. Dieses Prinzip findet sich auch im riesigen Westfenster wieder, wo eichene Querträger die backsteinerne Fassade gegen den Wind stabilisieren. Selbst das Dachgebälk zeugt von Präzision: Die Einzelteile wurden auf einem sogenannten Abbundplatz vorgefertigt und waren so passgenau, dass sie im Dach flexibel und austauschbar zusammengefügt werden konnten.

Dank an die Bewahrer Die Auszeichnung ist ein Loblied auf die mittelalterlichen Baumeister, aber ebenso auf die heutigen Initiativen zum Erhalt des Bauwerkes. Von den Arbeiten eines Gotthilf Ludwig Möckel bis hin zum nimmermüden Einsatz des Münsterkustos Martin Heider und unseres Schwestervereins, dem Münsterbauverein: Ihnen allen gebührt ein Anteil an dieser wertvollen Würdigung.
Bautagebuch – April / Mai
von Dirk Emmerich
25. Mai 2026
An allen bekannten Abschnitten ist im April und Mai wieder intensiv und mit Hochdruck gearbeitet worden. Hier ist der aktuelle Überblick über die Fortschritte. ARKADEN: Hier läuft alles weiterhin genau nach Plan. Die Arbeiten in diesem Bereich werden uns noch über den gesamten weiteren Jahresverlauf begleiten +++ GEWÖLBEHALLE: Die Halle, über die wir bereits ausführlich berichtet hatten, nimmt immer mehr Form und Gestalt an +++ DECKE (zwischen WC und Treppenhaus 2): Die Stahlbauer haben inzwischen alle notwendigen Vorbereitungen getroffen. Im Sommer wird hier die Decke eingezogen +++ TREPPE: Dieses wichtige Element ist bereits seit einiger Zeit fertiggestellt +++ DARRE: Die Darre ist komplett eingerüstet, die Stabilisierungsarbeiten sind in vollem Gange +++ STAHLBETONWAND: Die Arbeiten zum Einsetzen zwischen der Eingangs- und der Backhalle sind weitestgehend abgeschlossen.


Ein herzliches Abschiedswort an Polier Lars Ohlerich Leider müssen wir uns von einem vertrauten Gesicht verabschieden: Polier Lars Ohlerich, der seit dem allerersten Spatenstich auf der Baustelle des Wirtschaftsgebäudes mit Herzblut dabei war, hat uns verlassen. Er war in all der Zeit weit mehr als nur ein Bauleiter – er war der wichtige Dirigent vor Ort und das entscheidende Bindeglied zwischen der theoretischen Planung und der praktischen, handwerklichen Ausführung.
Lieber Lars, wir danken dir für deinen großartigen Einsatz! Wir sind uns sicher, dass du „deiner“ Baustelle im Geiste weiterhin verbunden bleibst, und wünschen dir für deine neuen Aufgaben und deinen weiteren Weg alles Gute. Wir sehen uns wieder – spätestens zum Richtfest für das neue Dach!

Gespräche zur Finanzierung Nachdem wir zuletzt über die finanzielle Lücke berichtet hatten, gibt es wichtige Bemühungen im Hintergrund: Im April fand ein sehr konstruktives und von beiden Seiten als wichtig und positiv bewertetes Gespräch statt. Bürgermeister Jochen Arenz traf sich dazu mit dem zuständigen Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Christian Pegel. Damit ist nun der direkte, kurze Draht zum zuständigen Ministerium in Schwerin etabliert. Wir bleiben dran.

Foto: Firma A&P Wismar
Viele Besucher am Mühlentag
von Dirk Emmerich
25. Mai 2026
Pfingstmontag ist Deutscher Mühlentag – so auch bei uns. Die Backhausmühle hatte von 11:00 bis 17:00 Uhr ihre Pforten geöffnet, und der Andrang war groß. Zwar haben wir in diesem Jahr keinen neuen Rekord gebrochen, aber mit 683 Besuchern konnten wir uns über die zweithöchste Resonanz an einem Mühlentag freuen. Großartig! Wer bis hierher gelesen hat, weiß schon, dass zum Klostermarkt neue Rekorde erzielt wurden.
Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich viele auf den Weg gemacht – und es waren bei Weitem nicht nur Doberaner. Rainer Fourmont und sein Team von der Mühlengruppe hatten den Tag über Wochen vorbereitet, und der Einsatz hat sich gelohnt. „Auch in diesem Jahr war der Mühlentag wieder ein großartiger Tag für den gesamten Klosterverein. Über sechs Stunden lang so vielen Interessierten die Funktionsweise und die Bedeutung der Mühle für Bad Doberan zu erklären, ist eine große Bestätigung für unser Engagement“, betonte Rainer Fourmont.

Seit letztem Jahr gibt es keine klassischen Führungen in Gruppen mehr – stattdessen lief alles sehr formlos und entspannt ab. Rainer Fourmont, Ralf Schulz, Reinhard Firzlaff und weitere Mitstreiter standen als Ansprechpartner bereit. Sie erklärten die Funktionsweise, die Geschichte sowie den Wiederaufbau der Mühle und beantworteten Fragen. So entstanden zwanglose Gesprächsrunden. Dieses Konzept hat sich bewährt und die klassischen Führungen dauerhaft abgelöst. An den Handmühlen konnten die Besucher ein Gefühl dafür entwickeln, was es bedeutet, Müller zu sein.
Die Doberaner Mühle war nicht die einzige, die an diesem Pfingstmontag ihre Tore öffnete: Der Mühlentag fand bundesweit statt. In Mecklenburg-Vorpommern betreut der Mühlenverein MV e. V. über 300 Mühlen – darunter Wasser-, Wind- und Motormühlen. Rund 240 von ihnen stehen unter Denkmalschutz. Auch für das leibliche Wohl der Besucher war bestens gesorgt: Die Müllerinnen hatten reichlich Kuchen gebacken – sie hatten schon im Vorfeld mit einem größeren Andrang gerechnet. Und der Kuchen war köstlich! Wer ihn nicht probiert hat, hat wirklich etwas verpasst. Kaffee gab es natürlich auch dazu.

Es war ein rundum gelungener Tag. Darauf ein Bier! Obwohl wir in Mecklenburg-Vorpommern sind, schmeckt auch das Bayerisch Hell. Das hatten sich alle verdient. Ralf Schulz, der hier leider auf dem Foto fehlt, weil er fotografiert hat, fasste die Stimmung mit folgenden Worten zusammen: „Ich bin stolz ein Mitglied dieser Gemeinschaft zu sein. GLÜCK ZU!“

Einen ausführlicheren Bericht mit noch mehr Fotos gibt es > hier
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Mitgliederversammlung
von Dirk Emmerich
11. April 2026
Die Vereinsvorsitzende Sabine Krahn-Schulze begrüßte rund 40 Mitglieder des Vereins und übergab zunächst das Wort an Bürgermeister Jochen Arenz und Stadtpräsidentin Katy Hoffmeister, die beide selbst Vereinsmitglieder sind. Beide würdigten die Arbeit des Klostervereins und das große Engagement bei den Arbeiten zur Sanierung des Wirtschaftsgebäudes.

Herausforderung Wirtschaftsgebäude
Jochen Arenz informierte darüber, dass für die Vollendung des ersten Bauabschnitts aktuell 1,8 Millionen Euro fehlen. Die ursprünglichen Kosten sind aufgrund des baulichen Zustands der Ruine, der erst im Zuge der Sanierung immer deutlicher wurde, kontinuierlich gestiegen. Jeder neu entdeckte Schaden muss bewertet und in die Planung integriert werden. Hinzu kommen seit 2022 verschärfte bautechnische Auflagen.
Der bisherige Finanzierungsrahmen von 8,1 Millionen Euro reicht nicht mehr aus. Erschwert wird die Situation durch eine neue finanzielle Strukturplanung im Land: Die Kommunen müssen nun unter anderem die Finanzierung der kostenlosen Kitas stemmen, was bislang das Land trug. Dadurch rutscht die Stadt Bad Doberan erstmals in einen defizitären Haushalt mit Schulden in Höhe von 3,5 Millionen Euro.
Dennoch steht die Stadt zum Projekt: Das Ziel bleibt fest im Blick – bis 2028 soll das neue Dach fertiggestellt sein. Für uns als Klosterverein ist diese Zusage Ansporn und Bestätigung zugleich. „Gemeinsam schaffen wir das“ – dieses Credo von Stadt und Verein wurde von den Mitgliedern mit viel Beifall aufgenommen.

In ihrem Tätigkeitsbericht informierte Sabine Krahn-Schulze über die Schwerpunkte seit der letzten Versammlung. Mit aktuell 208 Mitgliedern wächst der Verein stetig. Die Altersgruppe der 61- bis 70-Jährigen bildet mit 39 % das Rückgrat des Vereins, weshalb sich der Vorstand künftig verstärkt um eine Generationsverjüngung bemühen möchte.

Die Arbeit der Arbeitsgruppen (AGs):
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AG Klostermarkt: Der Markt (nächster Termin: 6.–7. Juni) ist mit rund 7.000 Besuchern die größte Veranstaltung der Stadt. Dank der Arbeit von Reinhard und Eva Firzlaff hat der Markt eine enorme überregionale Ausstrahlung und ist unser wichtigstes Spendenevent unter dem Motto „Neues Leben unter neuem Dach“.
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AG Backhausmühle: Ein wahrer Besuchermagnet! Allein am Mühlentag besuchten 941 Menschen die Mühle. Insgesamt über das Jahren wurden 3.500 Besucher gezählt, die zusammen 4.000 Euro spendeten. Ein besonderer Dank gilt Obermüller Rainer Fourmont und Müller Ralf Schulz.
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AG Forschung: Paul Nebauer und Dietmar Schulze erschlossen mittelalterliche Schriften im Partnerkloster Pelplin (Polen). Das Partnerkloster Pelplin spielte aber auch an anderer Stelle noch eine wichtige Rolle. Organisiert vom Klosterverein und vom Kornhausverein fuhren im Juli 14 Jugendliche des Friderico-Francisceum-Gymnasiums (FFG) nach Pelplin. Kathrin Engelmann hat dies federführend organisiert und durchgeführt. In diesem Sommer folgt der Gegenbesuch von Jugendlichen aus Polen.
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AG Öffentlichkeitsarbeit: Mit 57 Blog-Beiträgen, acht Newslettern und einem starken Instagram-Account bleibt der Verein präsent. Antje Benesch berichtete über den großen Erfolg des digitalen Bautagebuchs.
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AG Planung und Projekte: Prof. Dr. Thomas Römhild arbeitet mit seiner AG weiter an Plänen für die künftige Nutzung des Wirtschaftsgebäudes und eine neue Präsentation der Ausstellung im Münster. Eine neue Hochglanzbroschüre soll gezielt Sponsoren ansprechen.
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AG Vorträge: Die Doberaner Klostertage im September werfen ihre Schatten voraus. Bereits im letzten Jahr wurde hervorgehoben, dass durch die professionelle Vorbereitung durch Oberkirchenrätin i.R. Petra Wallmann die Qualität der Veranstaltung spürbar gestiegen ist. Großen Zuspruch gab es im letzten Jahr für die fünf öffentlichen Vorträge, die meist im Gymnasium stattfanden. Auch die Planung für dieses Jahr ist bereits abgeschlossen. Überlegungen, dafür künftig Eintritt zu verlangen, werden weiter verfolgt, stehen im Moment aber nicht auf der Tagesordnung.
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AG Klostergarten: Die AG hat unter der Leitung von Claudia Pirch-Masloch und Rita Rossmann das Vereinsleben gewaltig bereichert. Es gibt neue Infotafeln zu den Pflanzen und seit Sommer letzten Jahres auch eine neue Rubrik auf der Website: „Heilkraut des Monats“. Unbedingte Leseempfehlung – da gibt es viel zu entdecken und zu lernen.
Haushalt und Entlastung
Zum Abschluss wurde der Haushaltsbericht für das vergangene Jahr sowie die Planung für 2026 vorgestellt. Die Kassenprüfer mahnten bei der Belegführung zu noch mehr Sorgfalt, bestätigten aber insgesamt eine ordnungsgemäße Führung. Der Vorstand wurde daraufhin einstimmig entlastet.
Förderbescheid aus Schwerin für Buchprojekt
von Dirk Emmerich
25. April 2026
Paul Nebauer ist Mitglied im erweiterten Vorstand des Klostervereins und leitet die Arbeitsgruppe „Forschung“. Im Herbst 2023 besuchte er gemeinsam mit Dietmar Schulze, Mitglied des Vorstands des Klostervereins, das Zisterzienserkloster Pelplin in Polen. Pelplin ist eine der Tochtergründungen des Klosters Doberan. Grund der Reise war die Sichtung und die fotografische Duplizierung von originalen Handschriften aus dem Doberaner Kloster, die in Pelplin aufgefunden wurden. Wir haben darüber hier im Klosterblog bereits berichtet und auch ein Interview zu den Pelpliner Handschriften mit Paul Nebauer geführt.


Was sie dort entdeckt und aufgearbeitet haben, ist so interessant und ergiebig, dass daraus die Idee entstand, dies nicht nur in Vorträgen einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, sondern auch ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen. Der Klosterverein hat sich um eine Förderung dieser Idee beworben und am 11. März folgenden Bescheid vom Landesförderinstitut bekommen:

Am 24. April hat Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, den Förderbescheid offiziell im Besucherzentrum an den Klosterverein übergeben. Paul Nebauer nahm den Bescheid in Empfang und zeigte sich sehr erfreut und stolz, dass er das Buchprojekt nun mit viel Elan angehen kann.

v. l. n. r.: Die Vorstandsmitglieder des Klostervereins Dietmar Schulze, Manfred Lennarz, Paul Nebauer, Ministerin Stefanie Drese und Reinhard Firzlaff (ebenfalls Vorstandsmitglied Klosterverein).
Echter Baldrian – Heilkraut des Monats Mai
von Rita Roßmann
3. Mai 2026
Viele Menschen wollen bei Schlafstörungen oder innerer Anspannung nicht gleich zu rezeptpflichtigen Medikamenten greifen. Als natürliche Alternative bietet sich Baldrian an, dessen Wirkung wissenschaftlich hervorragend untersucht ist. Studien zeigen, dass sich durch die Einnahme von Baldrian die Einschlafzeit verkürzt, nächtliches Aufwachen reduziert und die Schlafqualität spürbar verbessert wird. Drogerien und Apotheken bieten eine Vielzahl von Produkten an: von Baldriantropfen und -dragees über Tabletten und Tinkturen bis hin zu Baldrianpulver. Gewonnen werden all diese Präparate aus der Wurzel der Pflanze, denn nur sie enthält die wirksamen Inhaltsstoffe in hoher Konzentration. Der botanische Name für den Echten Baldrian lautet Valeriana officinalis. Er leitet sich vom lateinischen Wort „valere“ ab, was so viel wie „gesund sein“ bedeutet. Der deutsche Name „Baldrian“ geht vermutlich auf den germanischen Lichtgott Baldur zurück, da die Pflanze von jeher als gütig und heilend galt. Botanisches Porträt: Wie erkennt man Baldrian? Obwohl er so bekannt ist, erkennen nur wenige Besucher im Klostergarten die Pflanze auf den ersten Blick. Der Echte Baldrian ist eine ausdauernde, krautige Staude, die in Europa und den gemäßigten Zonen Asiens heimisch ist. Sie besitzt gefiederte Laubblätter und erreicht eine Wuchshöhe von 50 bis 100 Zentimetern. Ab dem Frühsommer zeigt der Baldrian weiße bis rosafarbene, doldenartige Blütenstände, die einen angenehmen Duft verströmen. Ganz anders verhält es sich mit der Wurzel: Sie riecht sehr intensiv und herb. Daher wird Baldrian im Volksmund auch als „Katzenkraut“ bezeichnet, denn Katzen lieben diesen markanten Geruch der Wurzel und werden von ihm fast magisch angezogen.

Nach dem schneereichen und kalten Winter 2025/2026 sprießen die Baldrianpflanzen in einem Kastenbeet des Klostergartens Doberan nun als erste Pionierpflanzen aus dem Boden und entwickeln sich bereits üppig. Wir hoffen, dass uns schon bald – von Ende Mai bis in den Juni hinein – die hübschen, rosa-weißen Blütenstände verzaubern werden.

Vom Allheilmittel der Zisterzienser zum Schutz vor Hexen Bereits in der Antike war Baldrian eine hochgeschätzte Arzneipflanze. Im Mittelalter galt er sogar als regelrechtes Allheilmittel, denn sein Anwendungsspektrum war damals weitaus umfangreicher als heute. In den Gärten der Zisterzienser gehörte der Baldrian fest zu den Heilkräutern, die die Mönche für die Behandlung von Kranken anbauten. In historischen Schriften wird er als wirksames Mittel gegen Gelbsucht, Asthma, Husten, Blähungen, Kopfschmerzen, Menstruations- und Verdauungsbeschwerden sowie bei schlecht heilenden Wunden genannt. Vielleicht versprach man sich von dem durchdringenden Geruch der Wurzel – weshalb die Pflanze im Mittelalter auch häufig als „Stinkwurz“ bezeichnet wurde – sogar Schutz vor dem „Schwarzen Tod“, der Pest. Aufgrund seiner beruhigenden und krampflösenden Wirkung sprach man dem Baldrian im Mittelalter zudem eine schützende, „heilige“ Komponente zu, weshalb er auch als Marienpflanze verehrt wurde. Neben der medizinischen Wirkung schrieb man dem Kraut im Volksglauben starke magische Kräfte zu, um das Böse abzuwehren. Ein bekannter Reim aus jener Zeit besagt: „Baldrian, Dost und Dill, kann die Hexe nicht, wie sie will.“ Über die Haustür gehängte Baldriankränze dienten damals als sprichwörtliche „Hexendetektoren“: Bewegte sich der Kranz beim Eintreten einer Person nicht, galt diese als Hexe. Auch über den Stalltüren wurden Baldrianbüschel aufgehängt, um das Vieh vor Unheil und Krankheit zu schützen. Heilwirkung heute Auch wenn wir heute nicht mehr an Hexenzauber glauben: Seine medizinische Bedeutung hat der Echte Baldrian behalten. Er gilt bis heute als eines der wertvollsten pflanzlichen Beruhigungsmittel. Das Besondere an ihm ist, dass er nervöse Unruhe lindert, gleichzeitig aber die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit am Tag fördert und zudem krampflösende Eigenschaften besitzt. Ein echter Schatz in unserem Klostergarten!

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Noch mehr Informationen / Beiträge / Fotos aus dem Leben des Klostervereins der letzten Wochen gibt es im > Klosterblog
Der Klosterblog wird regelmäßig aktualisiert, es lohnt sich also immer einmal auf unsere > Vereinsseite zu schauen, man muss nicht unbedingt den Newsletter abwarten, um zu wissen, was uns im Verein zu umtreibt.
Ausblick
- 5. – 10. Juli Deutsch-Polnischer Jugendaustausch
- 8. August Sommerabend des Klostervereins
- 13. September Tag des offenen Denkmals
- 18.-20. Sept. Doberaner Klostertage
- 19. November Vortrag: „Slawen gegen Sachsen? Konflikte im Kloster Doberan des 14. Jahrhunderts im Kontext“
Ein Überblick über alle aktuellen Veranstaltungen gibt es auch auf unserer Website. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und ihr Interesse! Vielen Dank!!